Liebe Leser:innen,
Die Bundestagswahl ist fast einen Monat her und all die Aufregung, die es gesellschaftlich im Wahlkampf gab, die fortschreitende Spaltung gesellschaftlicher Gruppen, geht munter weiter, obwohl die designierte neue Bundesregierung unter Merz mit der Rest-Regierung im alten Bundestag just letzte Woche noch eine Grundgesetzänderung verhandelt hat. Die Fragezeichen in meinem Kopf über das, was in der Politik passiert, werden partout nicht kleiner.
Der Schreck und die Empörung über die kleine Anfrage der CDU/CSU Fraktion am 24.2.25 zur Finanzierung politisch engagierter zivilgesellschaftlicher Organisationen, war auch bei uns groß. Als Mitglied der "Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung" beobachten wir schon seit längerer Zeit mit Sorge, wie politisch agierende NGOs systematisch beim Finanzamt angezeigt/diskreditiert werden. Lest weiter unten den Hinweis zu weiteren Hintergründen. Während politische Debatten zunehmend von Extremen geprägt werden, steht die Zivilgesellschaft vor einer entscheidenden Frage: Wie können wir einen relevanten Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten?
Unseren Beitrag sehen wir an den Schnittstellen zwischen Organisationen, Gesellschaft und Politik. Erst im Januar diesen Jahres haben wir unseren Purpose an dieser Stelle veröffentlicht, in dem es u.a. heißt "Im Angesicht wachsender gesellschaftlicher Spannungen sind uns Resilienz, Zuversicht und die beherzte Klärung von Beziehungen besonders wichtig."
In unserer Arbeit in der Prozessberatung spielt dieses commitment eine ebenso große Rolle wie in unserem Veranstaltungsangebot: Strategieentwicklung, Netzwerkkaufbau, Teamresilienz, Selbstwirksamkeit, Komplexität sind unsere täglichen Begleiter:innen. Mit unserer Erfahrung und unserer Expertise tragen wir dazu bei, dass die Zivilgesellschaft stabil bleibt und handlungsfähig immer wieder neue Wege findet, Brücken zu bauen, die den aktuellen Stürmen standhalten.
Am oe-tag 2025 bewegen wir uns dieses Jahr auch entlang der Schnittstelle zwischen Organisationen und dem weiten Feld von Politik, Geschichte und Gesellschaft. Wir freuen uns riesig, dass unser Programm langsam Form und Konkretion annimmt. So wollen wir uns am 13. Juni 2025 in Halle gemeinsam mit euch auf Spurensuche begeben, wie west- und ostdeutsche Prägungen in unseren Lebens- und Berufsbiographien, Transformationserfahrungen, Organisationskulturen, Macht- und Rangdynamiken unser Miteinander in Organisationen beeinflussen. In den nächsten Wochen wird sich das line-up noch ordentlich füllen. Freut euch mit uns auf einen reichhaltigen Tag im schönen Halle!
Nicola Kriesel
Christian Baier, Yi-Cong Lu, Denise Nörenberg, Hannah Kalhorn, Lysan Escher, Andi Knoth, Joana Ebbinghaus, Julia Hoffmann |
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Die Organisation hatte so viel zu tun, dass sie nicht mehr wusste, wo oben und unten war. Und dann war da auch noch die chronisch Kranke, die einfach nicht ruhig in ihrer Ecke bleiben, sondern unbedingt wirksam sein wollte. Doch so herausfordernd die Begegnungen manchmal auch waren, die Organisation transformierte sich jedes Mal ein wenig mehr zu einer Heimat für fantastische Menschen.
In unseren Organisationen arbeiten viele Menschen mit - oftmals unsichtbarer - chronischer Erkrankung. Diese kleine Geschichte gibt einen ersten Einblick in die Themen, die über Exklusion und Inklusion entscheiden. Sie zeigt, dass Organisationen von einer engen Kooperation profitieren: Dort, wo von Krankheit betroffene Menschen mitwirken können, entsteht gesundes Arbeiten für alle. |
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Text: Monia Ben Larbi | Illustrationen: Julia Hoffmann | Layout: Anne Wilhelm
Kuratorinnen: Joana Ebbinghaus & Nicola Kriesel | Herausgeberin: SOCIUS Organisationsberatung gGmbH, Tempelhofer Ufer 21, 10963 Berlin | ISBN 978-3-00-081671-0 Kosten: 17,50€ |
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In unserem letzten SOCIUS salon “Gesunde Kranke” berichtete eine teilnehmende Person, dass ihr Sohn vor sechs Jahren gestorben sei und sprach von Trauer als chronischer Erkrankung. Als Trauerbegleiterin und Mitinitiatorin unserer SOCIUS salons rund um das Thema von chronischen Erkrankungen und Arbeit hatte ich genau darüber auch schon nachgedacht.
Trauer ist eine der tiefsten und komplexesten menschlichen Erfahrungen. Wir alle werden im Laufe unseres Lebens mit Verlust konfrontiert und jede:r von uns trauert auf eine ganz eigene Weise. Dennoch gibt es auch ein ähnliches Erleben von Trauernden. Nicht umsonst sind Trauergruppen Orte, an denen trotz so unterschiedlicher Verluste Verbundenheit entsteht.
Doch was, wenn Trauer nicht nur ein vorübergehendes Gefühl ist? Was, wenn sie sich zu einem langanhaltenden, chronischen Zustand entwickelt? |
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Oder hol dir die Broschüre zum nachlesen: |
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Ein Video unseres Onlinekurs' "SOCIUS change essentials - Neue Wege der Organisationsentwicklung" befasst sich mit der Kunst der Moderation. Wer künstlerisch gestalten will, muss handwerkliches Wissen besitzen und entsprechendes Werkzeug. Genau darum geht es auch, wenn du Moderation lernen willst.
Schau dir zu Inspiration das Video mit Andi Knoth auf Youtube an. |
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Salon online: Krankheit in Organisationen Unsere Salon-Reihe ging und geht weiter. Einmal im Monat öffnen wir diesen Raum für Austausch und Begegnung.
Nicola Kriesel und Joana Ebbinghaus hosten den Raum für zwei Stunden online, langsam bildet sich eine kleine Community und immer wieder kommen neue Menschen hinzu.
Am 10. April wollen wir uns wahrscheinlich mit dem "Access Rider" beschäftigen, einem tool aus der Inklusionsarbeit, das die individuellen Zugangsvoraussetzungen beschreibt, die Menschen mitbringen. |
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Monia Ben Larbi hat in einem der Salons im vergangenen Jahr davon berichtet (ihren Access Rider findet ihr hier) und im März-Salon kam der Wunsch auf, sich intensiver mit diesem tool zu beschäftigen. |
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Labor live in Berlin:
Systemischer Blick – Handlungsfähigkeit in Komplexität
Am 29. April 2025 von 16 bis 20 Uhr mit Andi Knoth und Lysan Escher.
Komplexität nicht nur auszuhalten, sondern sich in ihr souverän zu bewegen, ist eine Kunst. In selbstorganisierten Teams gehört sie zu den zentralen Voraussetzungen gelingender Zusammenarbeit. Allgemeiner gesprochen: wo wir dem System sozialer Beziehungen in all seiner Dynamik und Vielschichtigkeit Raum geben, laden wir Komplexität ein. |
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In diesem letzten Labor der Reihe „Sieben Muskeln der Selbstorganisation“ widmen wir uns dem Systemischen Blick und der Handlungsfähigkeit in Komplexität. Die dazugehörigen Kompetenzen erproben wir in praktischen Übungen und begleiteten Reflexionen. |
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Labor live in HAMBURG
Fehler als Zukunftslabor
Am Freitag, den 9. Mai 2025 von 16 bis 20 Uhr mit Annika Trosien und Hannah Kalhorn.
In diesem SOCIUS labor in Hamburg erkunden wir anhand einer praktischen Übung aus der Kunsttherapie unseren eigenen Umgang mit vermeintlichen Fehlern und mit nicht-wissen-können. Als konzeptionellen Rahmen bringen wir den Ansatz der Psychologischen Sicherheit von Amy Edmondson und Gedanken zu Emergenz und Führungsarbeit von Kathrin Käufer und Otto Scharmer mit. |
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Wir laden dazu ein, das spielerische Denken in alle Richtungen auszuprobieren und zusammen eigene Fragen zu Fehlern, Komplexität und Emergenz in Teams und Organisationen zu ergründen. |
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| Fortbildung in Stolzenhagen/Oder: Selbst:Organisations:Entwicklung 12 Tage - 3 Module - 2 Trainer:innen Nicola Kriesel und Andi Knoth laden
Berater:innen, die ihr Repertoire erweitern wollen, Engagierte, die in kleinen Teams Richtung Selbstorganisation aufbrechen und Führungskräfte, die „ihren Laden“ umbauen wollen, ein, im Mai, Juli und September an der Fortbildung teilzunehmen: * Bauplan einer neuen Praxis - 13.-16.5.25 * Transformation in tiefen Schichten - 8.-11.7.25
* Kreisläufe und Krisen der Entwicklung - 29.9.-2.10.25 Die Module sind einzeln buchbar. |
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Sneak-Preview: * Katharina Göring vom Netzwerk 3. Generation Ost bietet ein Dialogformat in Bezug auf Führung an
* Irene Sperfeld von der Evangelischen Hochschule Dresden wird einen Biographieworkshop gestalten * Zulia Fernandez kommt aus Kuba und stellt ihre migrantische Perspektive aus der Zeit um und nach der Wende zur Verfügung.
* Lisa Trebs hat das Projekt "(K)Einheit" gegründet und bringt damit das Erleben des Gen Z Ost mit auf den oe-tag |
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Die Vorbereitungen auf den oe-tag 2025 und das line-up laufen auf Hochtouren. Hinter den Kulissen ist unser fünfköpfiges oe-tags-Team aus Lysan, Joana, Denise, Christian und Kerstin am Kontakte schmieden, Verbindungen aufnehmen und unseren Klausurtag im März haben wir ganz dem oe-tag gewidmet. Wir haben uns Workshop- und Dialogformate überlegt, von denen wir finden, dass sie gut zu unserem Thema passen. |
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Am 11.4.2025, 16-20 Uhr öffnet sich der Berlin Hub: Ein schwimmender Markt der Ideen und Solidarität für die Zivilgesellschaft – mit der Open-Space-Veranstaltung "Bridging capacity together: How does this city shapes our work and identity within civil society, across Europe and beyond?"
Berlin war schon immer eine Stadt der Gegensätze – geteilt und wiedervereint, zum Schweigen gebracht und laut, kontrolliert und befreit. Es ist eine Stadt des Exils und der Rückkehr, der Neuerfindung und des Widerstands. Für viele ist es ein Ort des Aufbruchs und der unerwarteten Verbindungen. |
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Mit Blick auf die einzigartige Identität der Stadt lädt das Civil Society Forum herzlich ein dabei zu sein. Diese Open-Space-Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um Menschen zusammenzubringen. Bring' Deine Geschichte mit, mach' mit und teile sie mit uns. Von uns wird Julia Hoffmann dabei sein. |
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Is conflict, divisiveness & disturbance sapping the life out of groups you work with?
You. Me. Some of us. All of us. What happens when we don't agree and conflict is growing? How do we stay together when the divides are increasing? How can we work when the waves of turbulence are rising?
It’s time to do things differently. Come and learn from practitioners working at the edge and see how our stories and applied story work can provide a place where we can take shelter from the storm and find understanding and strength with each other. | |
Diese Online-Fortbildung lädt Euch ein in die Welt des Art of hosting.
Mary Alice Arthur, Maria Scordialos und Vanessa Reid begleiten dich beim Collective Story Harvesting. Wir haben in unterschiedlichen Settings schon mit den dreien zusammen gearbeitet und empfehlen diesen Kurs aus ganzem Herzen. |
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Der Ärger über die Anfrage der Union zu zivilgesellschaftlichen Organisationen ist groß, von Einschüchterung ist die Rede. Die Bundesregierung weist den Vorwurf „Schattenstrukturen“ zurück. Doch was ist Zivilgesellschaft, worum geht es bei der Debatte? Im Deutschlandfunk ist am 14. März 2025 ein ausführlicher lesens- und hörenswerter Bericht mit vielen weiteren Quellen erschienen. |
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SOCIUS Organisationsberatung gGmbH, Tempelhofer Ufer 21, 10963 Berlin, Germany
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