es gibt ein Wort, das mich durch diese Wochen trägt: Vorfreude. Die Freude, die schon da ist, bevor der Moment selbst es ist. Anfang Juli ziehen wir uns als SOCIUS Team wieder nach Stolzenhagen zurück. Drei Tage, weg vom Summen unseres Berliner Büros, inmitten von Wasser, Bäumen und langsameren Rhythmen. Seit vielen Jahren tun wir das nun. Jedes Jahr verstehe ich ein bisschen besser, dass dies kein „nice to have“ ist. Es ist die Pflege jenes unsichtbaren Gewebes, das so vieles andere trägt: Vertrauen, Verbundenheit, geteilter Sinn.
Kollektive Resilienz wächst nicht nebenbei. Sie braucht Orte und Zeiten, die ihr gewidmet sind. Und sie braucht Räume, in denen wir nicht sofort etwas lösen müssen. Räume, in denen die Dinge nebeneinander liegen dürfen, ohne sie gegeneinander abzuwägen: das Klare neben dem Unklaren, die Zuversicht neben der Erschöpfung. Auch die inneren Monster, die Verletzlichkeiten, die Fragen, auf die wir noch keine Antwort haben — sie dürfen mit auf den Tisch. Dieses Aushalten-Können ist keine Schwäche und kein Stillstand. Es ist eine Kapazität. Vielleicht eine Schlüsselkapazität dieser Zeit.
Wie kraftvoll das sein kann, habe ich im Mai beim Art of Hosting Training in Leipzig wieder gespürt. Unsere Calling Question war dort: Wie gestalten wir unser Miteinander in unsicheren Zeiten und leben Unterschiede als Quelle von Verbindung? Getragen hat mich dabei die Zusammenarbeit im Hosting Team: im Vorbereiten, im Mittendrin, im Nachklingen. Wir haben unsere Fähigkeiten miteinander verwoben, sind füreinander eingestanden — und das hat dem ganzen Training Boden gegeben.
Ich habe darin etwas wiedererkannt, das auch in Stolzenhagen Jahr für Jahr wächst: das Vertrauen, das aus geteilter Zeit und gemeinsamem Tun entsteht. Und jetzt kommt der Sommer: mit seinem Licht, seiner Weite, seiner Erlaubnis, langsamer zu werden. Wir möchten euch eine Frage mitgeben, in die Momente von Pause, an den See, auf die Reise:
Worauf darfst du dich freuen, noch bevor es da ist? Wir wünschen dir und euch eine Sommerzeit, die nährt. Und uns allen den Mut, nicht alles sofort zu lösen. Julia Hoffmann
Nicola Kriesel, Joana Ebbinghaus, Yi-Cong Lu, Denise Nörenberg, Lysan Escher, Hannah Kalhorn, Christian Baier und Andi Knoth |
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| "Wir haben uns bei SOCIUS kennengelernt, über das gemeinsame Interesse an KI. Unser Thema ist, KI selbstbestimmt zu nutzen, vom eigenen Kopf bis zur ganzen Organisation. Früher hieß persönliche Selbstorganisation, ein System zu finden, das unsere chaotische Ideenflut bändigt. Heute halten wir einfach fest, was uns einfällt, ungeordnet und roh. Die KI sortiert es im Hintergrund.
Ich, Alex, bin ein Möchtegern-Techie. Aufgewachsen in den 80ern, in denen mein Vater die ersten IBM-PCs mit nach Hause brachte. Den Anschluss an die große Tech-Bro-Szene habe ich in meinem schwäbischen Dorf allerdings verpasst. |
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Burkhard ist in den 2010ern in Leipzig groĂź geworden, digital von Anfang an. In der Stadt, die zu dieser Zeit auch als Hypezig betitelt wurde, hat er sich zwei Dinge angeeignet: eine gesunde Schippe Argwohn gegenĂĽber neuen Hypes und zugleich Lust am Ausprobieren.
Wir mögen beide Tech. Aber noch mehr mögen wir Menschen. Deshalb haben wir zusammen Agency in AI gegründet, um herauszufinden, ob uns KI wirklich entlasten kann. Mehr Mensch sein lassen kann. Bis vor kurzem war das… na ja, schweigen wir darüber |
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Neuerdings funktioniert es aber ganz gut. Deshalb holen wir euch jetzt an die Werkbank. Gemeinsam schauen wir uns die Prinzipien, Set-ups und Werkzeuge an, mit denen ihr KI plattformunabhängig und selbstbestimmt aufsetzt und sinnvoll für euch arbeiten lasst. Versprochen.
Nach dem Sommer wollen wir uns mit euch zusammensetzen, gemeinsam mit SOCIUS. Bis dahin vernetzt euch mit uns auf LinkedIn. Wir freuen uns auf euch!"
Alex Piotrowski / Burkhard Pahl / agency-in-ai.org |
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| Genossenschaft — das klingt nach Raiffeisen, nach Wohnprojekten, nach Kreditbanken. Eine Rechtsform für besondere Zwecke. Die eingetragene Genossenschaft ist eine der demokratischsten Unternehmensformen im deutschen Recht: strukturell auf geteilte Verantwortung ausgelegt, mit einer Stimme pro Mitglied unabhängig vom Kapitalanteil, und sehr gut geeignet für soziokratische Prinzipien.
Nicola schreibt über 15 Jahre SOCIUS als eG — und darüber, warum die Rechtsform in der New-Work-Debatte noch viel öfter auftauchen sollte. |
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Du bist interessiert, aber noch nicht sicher, ob die Fortbildung passend fĂĽr dich ist? Du willst Tanja und Kristina erstmal kennenlernen, bevor du dich entscheidest? Dann ist diese Infoveranstaltung genau das Richtige fĂĽr dich! Komm' vorbei und lerne uns kennen!
Konfliktkompetenz: Basic-2-Expert Fortbildungsreihe in Kooperation mit dem Hanuman Institut |
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Zähe Meetings, abreißende Kommunikation, Software, die sich nicht etabliert – virtuelle Zusammenarbeit fühlt sich in vielen Organisationen noch wie ein Kompromiss an. Das muss nicht so sein. In diesem Online-Labor reflektiert ihr eure digitale Zusammenarbeit und bekommt ein Grundverständnis für fünf Bereiche: Projektplanung, Kommunikation & Kollaboration, gemeinsames Denken, Wissensmanagement und Beziehungsqualität im virtuellen Raum. Für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende – mit und ohne Führungsverantwortung – die spüren, dass in ihrer Organisation noch Luft nach oben ist. |
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| Du bist interessiert, aber noch nicht sicher, ob die Fortbildung passend fĂĽr dich ist? Du willst Tanja und Kristina erstmal kennenlernen, bevor du dich entscheidest? Dann ist diese Infoveranstaltung genau das Richtige fĂĽr dich! Komm' vorbei und lerne uns kennen! Konfliktkompetenz: Basic-2-Expert
Fortbildungsreihe in Kooperation mit dem Hanuman Institut |
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| | Erlebtes Wissen als Quelle fĂĽr Beratung, FĂĽhrung und Transformation
Was wir körperlich üben, verändert, wie wir in Gruppen denken, entscheiden und handeln. In diesem Labor erkunden wir, was Bewegung und zeitgenössischer Tanz für Beratung, Führung und Organisationsentwicklung bedeuten – nicht als Metapher, sondern als ernsthaftes Werkzeug.
Eine Mischung aus Tanzklasse und Seminar: Wir kommen in Bewegung und fragen gleichzeitig, welche Strategien wir nutzen, wie wir mit Struktur und Offenheit umgehen und welche Dynamik in der Gruppe entsteht. |
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| Gedächtnis als Fähigkeit – Die Loci-Methode für Beratung und Führung
Wir vergessen Worte, verlieren den roten Faden, haben uns damit abgefunden. Dabei ist Gedächtnis kein Talent – sondern eine Fähigkeit, die sich trainieren lässt. Die Loci-Methode ist so alt wie die Rhetorik selbst: Cicero nutzte sie für stundenlange freie Reden. Das Prinzip – Informationen mit visualisierten Orten verknüpfen – macht sich zunutze, dass unser Gehirn Orte und Bilder weit besser erinnert als abstrakte Inhalte.
Im Labor verbinden Annette Wiesneth (Gedächtnistrainerin) und Nicola Kriesel (Organisationsentwicklung) praktisches Training mit einer Frage: Was macht Gedächtnissouveränität mit unserer Präsenz in Gruppen? |
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Konflikte begegnen uns überall – im Team, in Beziehungen, in uns selbst, in der Gesellschaft. Oft überlagern sich die Ebenen und können uns überwältigen. Und doch steckt genau darin ein kraftvolles Potenzial.
Diese Fortbildungsreihe lädt ein, Konflikte als Gestaltungsraum zu begreifen – mit innerer Stabilität, Empathie und Mut. Zwei aufeinander aufbauende Levels (Basis und Expert), je 2 × 3 Tage Präsenz in Berlin, praxisnah und erfahrungsorientiert auf Grundlage eines tief demokratischen Konfliktverständnisses. Auf Wunsch mit begleitendem Einzelcoaching.
In Kooperation mit dem Hanuman Institut. |
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| Chronische Erkrankungen im Team als Impuls fĂĽr Organisationen
Chronische Erkrankungen werden im Arbeitsalltag oft als Störfaktor wahrgenommen. Doch Menschen mit chronischen Erkrankungen sind Meister*innen der Improvisation – sie managen täglich das Unvorhersehbare.
In diesem SOCIUS labor bringen Jan Kasiske und Tatjana Trommershäuser (Improspieler*innen mit WechselBlick, Beratungserfahrung und gelebter Betroffenheit) eine andere Perspektive: Chronische Erkrankung als Katalysator für neue Arbeitsformen. Von der Spoon-Theorie über psychologische Sicherheit bis zu modularem Rollen-Design – wir erkunden, wie Improvisation eine neue Kultur der Zusammenarbeit entstehen lässt. |
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Was wäre, wenn chronisch kranke Personen keinen Störfaktor innerhalb einer Organisation darstellen, sondern die perfekten Seismograf:innen für überflüssige Strukturen und ineffizientes Arbeiten sind? Was wäre, wenn sie diejenigen sind, die helfen können zu verstehen, wo Kraftressourcen ins Leere laufen? Mehr noch sogar: Was wäre, wenn am Ende die gesamte Organisation von ihnen profitierte?
Wir glauben, dass es diese Perspektiven unbedingt braucht, wenn wir ĂĽber chronische Erkrankungen sprechen. |
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Text: Monia Ben Larbi | Illustrationen: Julia Hoffmann | Layout: Anne Wilhelm Kuratorinnen: Joana Ebbinghaus & Nicola Kriesel | Herausgeberin: SOCIUS Organisationsberatung gGmbH, Tempelhofer Ufer 21, 10963 Berlin | ISBN 978-3-00-081671-0 Kosten: 17,50€ |
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| INQA Coaching Förderung für agile Transformation Das Beratungsprogramm des BMAS hilft kleinen und mittleren Unternehmen genauso wie NGOs, agile Transformation vorzunehmen.
Aus dem SOCIUS Team sind Yi-Cong Lu, Joana Ebbinghaus, Nicola Kriesel. Christian Baier, Andi Knoth und Hannah Kalhorn autorisierte INQA Coaches.
Gefördert werden 80% von bis zu 14.400,00€ für Beratung und Begleitung.
Wenn du Fragen zum Programm hast, schreib uns an info@socius.de |
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| Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige
Solo-Selbstständigkeit bedeutet für viele Menschen berufliche Autonomie, ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit und Flexibilität. Solo-Selbstständige meistern unternehmerische Herausforderungen und gestalten den digitalen und ökologischen Wandel in ihrem Tätigkeitsfeld mit. Das ESF Plus-Programm KOMPASS unterstützt sie dabei - durch die finanzielle Förderung von passgenauen Qualifizierungen und Weiterbildungen.
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Belonging Without Othering |
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Ein Abend mit John A. Powell in Berlin am 7. Juli 2026, 17:30-21:30
Im Juli laden der Berlin Hub des Civil Society Forum e.V., das Democracy & Belonging Forum und EPIM zu einem Abend rund um Zugehörigkeit, Brückenbauen und Community ein. John A. Powell, Direktor des Othering & Belonging Institute der UC Berkeley, eröffnet den Abend, danach öffnet sich der Raum für Geschichten aus Berliner Communities, Gespräche an gemeinsamen Tischen, Essen und Begegnung. Ort: Hotel Continental – Art Space in Exile, Berlin. Pay what you can (empfohlen: 15 €).
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Kennst du das? Ein Familienmitglied teilt eine fragwürdige Überzeugung am Esstisch – und du weißt nicht, wie du reagieren sollst. Dagegen argumentieren führt nur zu Streit. Schweigen fühlt sich falsch an. Onkel Klaus gibt dir einen dritten Weg: Du lernst, echte Fragen zu stellen, die zum Nachdenken anregen – ohne Konfrontation. Übe in sicheren KI-Gesprächen mit realistischen Persönlichkeiten, bevor du es im echten Leben versuchst. Der Ansatz: Sokratische Gesprächsführung
Onkel Klaus verbindet Erkenntnisse aus der Sozialepistemologie – dem Verständnis, wie Gemeinschaften Wissen bilden – mit der Praxis der sokratischen Gesprächsführung (auch bekannt als Street Epistemology). Statt Gegenargumente zu liefern, erkundest du gemeinsam mit deinem Gegenüber, WIE es zu seiner Überzeugung gekommen ist – und ob die Gründe dafür stichhaltig sind.
Die praktische Methode wurde von Anthony Magnabosco und anderen populär gemacht und wird weltweit eingesetzt – von alltäglichen Gesprächen bis hin zu akademischer Forschung. |
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Aktionsgemeinschaft Dienste für den Frieden: Friedensgespräche |
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Du bist aktiv in der Kirchengemeinde, im Chor, im Heimatverein, in der Gewerkschaftsgruppe, im Aktionskreis oder im Nachbarschaftstreff? Und du stellst fest, dass ihr zu den großen Fragen um Krieg und Frieden, die unsere Nachrichten bestimmen, verstummt seid? Nicht, weil es nichts zu sagen gäbe - eher, weil das Spaltungspotenzial so groß ist und ihr um den Zusammenhalt eurer Gruppe fürchtet.
Wir haben uns viel umgehört, konzeptionell beraten und einen Ansatz für das Format Friedensgespräche entwickelt, in dem die schweren Themen dieser Zeit gut besprechbar sind. Friedensgespräche öffnen den Raum für Begegnungen zu polarisierenden Themen - wertschätzend und kontrovers. Wie kann das funktionieren? Was muss ich im Vorfeld beachten? Was tun, wenn's brenzlig wird? Wir probieren's aus und besprechen die Details. Komm zu einem unserer regionalen Werkstatttage und werde DialogStarter für die Friedensgespräche. DialogStarter-Tag für den Norden und Osten Wann: 24. Juni 2026, 9.30 Uhr - 17.00 Uhr Wo: Gemeindesaal der Melanchthonkirche, Planufer 84, 10967 Berlin Kreuzberg
Die Teilnahme ist kostenlos. Für Getränke und Snacks ist gesorgt. |
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